Editorial | Neustart

Die Tür ist ein Kunstwerk des iranischen Bildhauers Ahmad Barakizadeh Foto: Diana Juneck

Begegnung und Dialog

„Machen Sie mit… bei unserer mehrsprachigen Zeitung von, mit und für (neue) Nachbarn im Kiez, Geflüchtete und Nicht-Geflüchtete, mit und ohne journalistische Kenntnisse!“ Mit diesem Satz – übersetzt in viele Sprachen – warben wir auf einem Flyer im Bezirk Berlin Steglitz-Zehlendorf. Daraus ist ein buntes Redaktionsteam entstanden. Schreibinteressierte Geflüchtete und Menschen aus der Nachbarschaft, professionelle Zeitungsmacher und Amateure sitzen gemeinsam am Tisch.
KulturTÜR steht für Begegnung und Dialog. Begegnung wird erst möglich, wenn wir unsere Türen öffnen. Das ist kein einseitiger Prozess: nur wer bereit zum Austausch ist und offen auf andere zugeht, wird eine Bereicherung durch die verschiedenen Kulturen erfahren. Wir wünschen uns, dass möglichst viele Leute ihre Türen öffnen und aufeinander zu gehen; dass Menschen, egal woher sie kommen, miteinander kommunizieren, sich kennenlernen, Freunde werden.

In der ersten Ausgabe mit dem Titel „Neustart“ schreiben vor allem Neuankömmlinge über ihre Ankunft in Deutschland. KulturTÜR gibt ihnen eine Stimme in der Öffentlichkeit und macht sie mit ihren Geschichten, Ansichten und ihren Talenten als Persönlichkeiten sichtbar. Sie als Leserin und Leser erfahren aus erster Hand, was die Menschen bewegt, die zu uns kommen. Sie lernen Neues über die Herkunftsländer, Fluchtursachen und Fluchtwege sowie über die Schwierigkeiten, die das Ankommen in einem fremden Land wie Deutschland mit sich bringt.

Alle Texte erscheinen in der Originalsprache der Autorinnen oder Autoren und werden durch eine professionelle Übersetzung ins Deutsche ergänzt. Gerne darf daher kulturTÜR zum Erlernen von Sprachen verwendet werden; unbedingt aber wünschen wir uns, dass unsere Zeitung dabei hilft, Menschen verschiedener Kulturen zu einander zu bringen.

Ermöglicht wird das Magazin durch die finanzielle Unterstützung der Senatsverwaltung für Finanzen, der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen und des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf von Berlin. Des Weiteren wird das Projekt mit Mitteln des Förderprogramms „Flüchtlinge“ des DRK-Bundesverbandes realisiert. Wir bedanken uns für die großzügige Förderung.

Darüber hinaus haben uns zahlreiche Menschen und Organisationen beraten, Kontakte vermittelt, und zum Gelingen des Magazins beigetragen. Auch bei ihnen möchten wir uns herzlich bedanken.

Im Namen der Redaktion

Rita Zobel, Stefan Hage, Mortaza Rahimi, Adnan Al Mekdad

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