Noch einmal träumen

Khaled Razzak
Foto: Diana Juneck

Khaled stellt sich als Praktikant vor

Die Umstände haben mein Leben verändert, meine bisherigen Träume sind geplatzt, so dass ich keine Ziele mehr hatte, aber mein Name Khaled Abdul Razzak ist geblieben wie vorher.

Laut meines Passes bin ich syrischer Palästinenser. Vor 19 Jahren wurde ich in Damaskus geboren. Ich kam mithilfe meines Onkels, der seit etwa 30 Jahren in Deutschland lebt, 2014 als Flüchtling nach Berlin.

Nachdem ich die Willkommensklasse in einer Sekundarschule beendet und Deutsch gelernt hatte, bin ich in die 10. Klasse gekommen und habe soeben die Prüfung zur erweiterten Berufsbildungsreife (eBBR) abgelegt und, so vermute ich, auch bestanden. Danach hat mir meine Schule empfohlen, dass ich mein Praktikum in Richtung Journalismus machen sollte, weil dies mein Wunschberuf ist.

Ich habe seit meiner Kindheit immer schon davon geträumt, dass ich später Journalist werde. Einen Stift zu halten, zu recherchieren, Leute zu befragen, Artikel zu schreiben und zu veröffentlichen, stelle ich mir sehr spannend vor.

Der Krieg in Syrien hat mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Mein Onkel hat mir aber versichert, dass in Deutschland jeder Mensch seine Wünsche und Ziele erfüllen kann. Er gab mir auch den Tipp mit dem Praktikumsplatz beim DRK. Dort wird von einem Redaktionsteam ein interkulturelles Magazin gemacht: kulturTÜR enthält Artikel über verschiedene Kulturen in unterschiedlichen Sprachen, so dass ich jetzt die Gelegenheit habe, selber Artikel in Arabisch und Deutsch zu schreiben. Dies ist für mich eine einmalige Chance. Das hier ist mein erster Beitrag.

Ab jetzt werde ich auf diesem Weg bleiben, später studieren, um Journalist zu werden, und mein Praktikum hier ist der erste Schritt zu meinem Wunschberuf.

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