Lieblingsorte in Berlin – Teil 6

Mit unserem Magazin kulturTÜR haben wir das Thema „Ankommen“ im Blick. Wir konnten schon viel darüber berichten, wie es aus Sicht von Geflüchteten wahrgenommen wird, wenn am Anfang alles unbekannt ist. Hier beschreiben Autoren ihre Lieblingsorte nicht nur in Steglitz-Zehlendorf, sondern in ganz Berlin. Gerne dürfen SIE auch mitmachen. Welchen Ort in der Stadt mögen Sie besonders, und was verbinden Sie mit ihm? Einige Orte sind gut bekannt – andere sind echte Geheimtipps. Viel Spaß beim Entdecken!

Körnerpark

Als ich 2013 nach Berlin zog, wollte ich den hippen Bezirk Neukölln eigentlich meiden. Zu teuer, zu überfüllt, dachte ich. Aufgrund einer Reihe von Zufällen landeten mein Freund und ich dann aber doch in einer Wohnung auf der Hermannstraße, nur fünf Gehminuten vom wunderschönen Körnerpark entfernt. Dieser wurde schnell zu unserem Zufluchtsort im Sommer, wenn unsere Dachgeschosswohnung so heiß wurde, dass selbst im Sitzen die Schweißperlen die Stirn herunterflossen, und wir freuten uns, wenn gegen ein Uhr nachts die Sprinkler-Anlagen angingen. Dank einer neuen Kette von Umständen zogen wir dieses Jahr in eine neue Wohnung um die Ecke des Körnerparks. In letzter Zeit habe ich den Körnerpark auch schon auf diversen Blogs gesehen, wo er als einer der schönsten Parks Berlins empfohlen wurde. Dem kann ich mich nur anschließen.

Amina Rayan


 

Spielplatz Feuri in Falkensee

Seit ich meine beiden Töchter habe, verbringe ich viel Zeit auf dem Spielplatz „Feuri“, der zu meinem Lieblingsplatz geworden ist. Er liegt nah bei uns an der Feuerbachstraße im Finkenkrug, einem Stadtteil von Falkensee im westlichen Umland von Berlin. Das Gelände ist weitläufig, naturbelassen, und die vielen Bäume spenden fast überall Schatten. Zwischen Sträuchern und Bäumen kann man wunderbar Verstecken spielen. Die Spielgeräte sind einfach gehalten – eine Nestschaukel, ein altes Sitzkarusell, eine Rutsche, eine Kletter-und Balancier-Ecke aus Baumstämmen und natürlich eine Wasserpumpe, die in ein aus Zement gegossenes Becken fließt. Am Feuri im Grünen zu sitzen vermittelt mir ein Urlaubsgefühl. Da die Stadt lange Zeit keinen Bedarf für einen Spielpatz in unserem Stadtteil sah, kämpfte eine Bürgerinitiative dafür, diesen phantasievollen und schönen Ort für Kinder zu schaffen. Heute ist der Feuri einer der beliebtesten Spielplätze in ganz Falkensee. Hier ist immer etwas los.

Johanna Schwarz


 

Berliner U-Bahn

Zu meinen Lieblingsorten gehören die öffentlichen Verkehrsmittel in Berlin, insbesondere die U-Bahn. Nicht etwa wegen des schlechten Geruchs, der abgenutzten Sitze und der unerträglichen Geräusche der Züge, sondern weil die unvermeidlichen Strecken im Stadtverkehr wie ein Museum auf mich wirken. Darin eine ungeheure Bandbreite freier und kultivierter Menschen, die domestiziert sind (Ich sage domestizierte Menschen, weil diese Menschen die hiesige „Leitkultur“ akzeptiert haben und integriert sind, mag dahingestellt sein, ob dies freiwillig war oder doch nicht alles von Herzen kam. Deswegen nutze ich das Wort domestiziert). Die Enge der U-Bahn lässt oft keinen Platz zum Schauen. Dabei ist sie quasi ein Catwalk des Lebens und transportiert ein riesiges Spektrum von Menschen – ohne Klassifizierung und ohne Unterschiede zu machen.

Mouod Ghaffarkhani

خطوط نقلیه شهری

 یکی از مکان های مورد علاقه من در برلین خطوط نقلیه شهری به ویژه مترو می‌باشد.البته این نه بخاطر بوی نمناک و رنگ و‌ روی سیاه، فرسوده یا ریل های مستهلکی است که صدای گوش خراش‌شان سیستم عصبی انسان را تا منتهای مرز شکیبایی بدرقه می‌کند.بلکه چون این مسیر‌های اجتناب ناپذیر در عبور و مرور شهری موزه ‌ی‌ را تشکیل می‌دهند که شامل بازه وسیعی از انسان های آزاد و با فرهنگ ‌اهلی شده می‌باشد.اهلی شده نه بخاطر پذیرا بودن فرهنگ مقصد و نه صرفا سازگاری و‌ پذیرا بودن! چرا که این ها همه از صمیم قلب و داوطلبانه نبوده است. پس من همان واژه اهلی شدگی‌ را بر میگزینم.

‌ترجیحم را بر‌ او بان قرار می‌دهم. چونکه حصار تنگش حتی مفری برای نگاه هم باقی نمیگذارد. قسمتی از کت واک زندگی که انعکاس آن شامل طیف گسترده‌ای از انسان‌ها است و آنها را بدون طبقه بندی و فارغ از تمامی تفاوت‌ها در کنار یکدیگر قرار می‌دهد.

موعود غفارخانی


 

Luisenhain

Die ersten Eindrücke von einem Land werden durch Orte vermittelt, die man zuerst besucht. Mein erster Eindruck von Berlin war, dass es eine Stadt ist, in der trotz Verschleiß und Hektik auch Hoffnung und Ruhe gefunden werden können.
Ich ging mit einer Tüte Brot in der Hand am Ufer entlang. Da flatterten die Enten mit lautem Geräusch heran, das viele andere Vögel anlockte und sie ebenso zu mir kommen ließ. Das Brot in meiner Hand war schnell zu Ende, ohne jedoch den Hunger all der Vögel zu stillen. Rasch ging ich weiter, um mehr von der Schönheit dieses Ortes zu aufzunehmen: die Bäume, das Wasser, die Brise frische Luft und sogar die Passanten – alle schienen davon durchdrungen zu sein. Die Ruhe kehrte die Gedanken aus meinem Kopf. Ich saß dort stundenlang und vergaß, was ich durchgemacht hatte. Die Energie an diesem See erzeugt ein inneres Gefühl der Harmonie. Selbst die Kälte des Winters und die Hitze des Sommers weichen ihrer stillen Schönheit. Das Leben mit seinen Komplikationen und alles, was die Zukunft mit sich bringt, erscheinen belanglos.

الإنطباع الأول عن أي بلد يمكنك أن تكونه من خلال المكان الأول الذي تزوره
كبحيرة لوزنهاين التي جلست فيها لأول مرة في برلين هاربة إليها من ضجيج أوراق المعاملات اللانهائي حملت بيدي كيساً من الخبز و أثناء مروري على حافة البحيرة اقترب البط مصدرً صوتاً بقدومها جعل كل طيور في المكان تأتي إلي وما لبث الخبز الذي بيدي أن إنتهى دون أن ينهي جوع الطيور الصغيرة.أكملت طريقي متشوقةً لأرى المزيد من جمال ذلك المكان.
الشجر الماء نسمات الجو المنعشة وحتى المارة من هناك كل شيء كان يتخلله
السكونٌ يخطف الأفكار من العقل فتجلس هناك ساعات ناسياً ماقد مضى من
حياتك متجاهلاً الآتي بكل مصاعبه.
الطاقة الموجودة في هذه البحيرة تولد داخلي شعوراً من الإنسجامِ معها فحتى برد الشتاء القارص وحرارة الصيف تهون في سبيل جمالها الهادئ .فكان انطباعي عن برلين إنها مدينة تجد فيها الأمل والهدوء رغم التعب رغم الازدحام.

Nawara Ammar


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