Auf dem richtigen Weg…

Foto: Hareth Almukdad

Wenn ich morgens früh oft grimmige Menschen auf der Straße, an der Bushaltestelle oder in der S-Bahn sehe, stelle ich mir oft die Frage: Warum sind sie eigentlich so genervt? Weil sie sehr früh aufgestanden sind? Sie haben doch die Gelegenheit, ihren Tag zu gestalten. Warum nutzen sie das nicht? Oder warum freuen sie sich nicht mindestens darüber, gesund zu sein? Dann habe ich verstehen gelernt, wie wichtig es sein kann, eine passende Arbeit zu haben. Aber wie findet man diese?

Für mich war die Entscheidung besonders schwer, weil ich so viele unterschiedliche Interessen habe. Manchmal dachte ich mir, dass ich zuerst ein Praktikum oder eine Teilzeitarbeit machen kann, bis ich im Lauf der Zeit herausfinde, was ich wirklich tun möchte. Ich könnte ewig immer Neues ausprobieren! Aber wie lange werde ich denn Zeit dafür haben? Die Zeit ist kurz, und ich wollte mich schneller entscheiden.

Einerseits habe ich immer Angst vor einer falschen Entscheidung, dass ich z.B. irgendwann einen uninteressanten Beruf nur wegen des Geldes ausüben werde. Andererseits kann ich nicht ohne Geld leben und muss mir auch Gedanken über ein Gehalt machen.

Da kommt dann immer die Frage: Leben für die Arbeit, oder Arbeit für das Leben?

Irgendwo habe ich gelesen, wenn man seinen Job liebt, dann arbeitet man, weil man daran Spaß hat. Diese Aussage stimmt auch für mich. Wenn Arbeit die Hälfte des Lebens ausmacht, möchte ich meiner größten Leidenschaft nachgehen.

Für diese Entscheidung habe ich mir lange Zeit genommen. Ich habe mich intensiv damit beschäftigt, was meine Interessen sind und welche Möglichkeiten ich habe. Dafür habe ich alle meine Träume aufgeschrieben und jedem eine Nummer gegeben. Der wichtigste bekam die eins. Damit bin ich schlafen gegangen und habe am nächsten Morgen noch einmal darüber nachgedacht, ob es für mich wirklich stimmig ist. Ich habe mich sogar an Spiele und Rollen erinnert, die ich in meiner Kindheit gerne gespielt habe. Auch das war sehr hilfreich. Darüber hinaus habe ich viel im Internet recherchiert, Tests und Auswertungen mitgemacht und mich beraten lassen.

Juhu, nun habe ich endlich eine Entscheidung getroffen, die sich für mich richtig anfühlt. Ich bin zu dem Schluss gekommen, den Kopf nicht hängen zu lassen, auf meine innere Stimme zu hören und meinen Träumen zu folgen. Egal wie schwierig es sein wird, werde ich die Hoffnung nicht aufgeben, mich im Kunstbereich zu engagieren, Filme zu machen und eines Tages Drehbuchautorin zu werden.

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