Bumerang – Was kommt zurück? | Leserbriefe und Meinungen

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Feedback
„Die Zeitschrift kulturTÜR ist in mehrfacher Hinsicht eine gute Idee: Erstens bietet sie eine Plattform für den Austausch zwischen den Kulturen, denn durch die in ihr veröffentlichten Beiträge werden Deutsche ebenso wie Menschen aus anderen Kulturen angesprochen. Ausländische Mitbürger können etwas über das Leben in Deutschland erfahren, und Deutsche lernen andere Kulturen kennen. Zweitens bietet diese Zeitschrift insbesondere Geflüchteten eine gute Möglichkeit, über ihre persönlichen Erfahrungen in ihrer Muttersprache zu berichten und ihre Wünsche und Bedürfnisse sowie ihre Gedanken und Vorstellungen zum Ausdruck zu bringen, die sie vor allem zu Beginn ihres Aufenthalts in Deutschland nicht auf Deutsch vermitteln können. Die Beiträge werden ins Deutsche übersetzt. So können sich Deutsche besser in die Lage der Geflüchteten hineinversetzen. Drittens leistet kulturTÜR auch einen Beitrag zur Integration, da Geflüchtete und Migranten auf diese Weise die Möglichkeit erhalten, selbst aktiv mit Deutschen zusammenzuarbeiten. Dabei können Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen sich gegenseitig besser kennenlernen, was für die Integration förderlich ist. Ich wünsche der Zeitschrift viel Erfolg und hoffe, dass in Zukunft noch mehr Menschen aus anderen Kulturkreisen Beiträge dafür schreiben.“

Tina Schmidt


In eigenen Worten
„Vor einem halben Jahr habe ich zufällig eine Ausgabe der kulturTÜR in die Hände bekommen und war sofort von der Idee und ihrer Umsetzung begeistert. Anstelle der omnipräsenten Texte über Menschen mit Fluchtgeschichte gibt das Magazin den Protagonist*innen selbst eine Stimme, die am besten über die Facetten der Flucht berichten können: Über den Schmerz des Exils, die Orientierungslosigkeit in der deutschen Bürokratie, den langen Weg des Ankommens, die Hoffnungen, die Momente des Glücks und der Enttäuschung. Mich haben viele der Texte aufgrund ihrer Dringlichkeit tief berührt. Erfahrungsberichte, Poesie und gesellschaftliche Analyse fügen sich in den thematisch zugeschnittenen Ausgaben zu einer äußerst spannenden und lehrreichen Lektüre. Die Mehrsprachigkeit der Texte, die freie Verfügbarkeit zum Download im Internet und das diverse Redaktionsteam machen die kulturTÜR zu einem wunderbaren Beispiel, welchen Beitrag das geschriebene und veröffentlichte Wort zu einer offenen „Gesellschaft der Vielen“ beitragen kann. Es ist zu wünschen, dass das Projekt eine langfristige Perspektive erhält!“

Elias Steinhilper


„Guten Tag, liebe Redaktion,
über eine Freundin habe ich die kulturTÜR kennengelernt. Mit großer Freude habe ich die Artikel in Ihrem Heft gelesen, die sehr aufschlussreich, sachlich und ermutigend sind. Endlich einmal wird hier nicht nur über die Flüchtlinge und Ausländer*innen geschrieben, sondern mit diesem Forum allen Bürger*innen (Neuhinzugekommenen aber auch uns Nachbar*innen und Freund*innen) die Möglichkeit eröffnet, sich, wenn man eine Aussage zum Thema der Einwanderung machen möchte, auch einmal schriftlich zu äußern. Damit tragen alle Betroffenen mit ihren Aussagen dazu bei, ein klareres Bild in der Öffentlichkeit entstehen zu lassen. Und die Eingewanderten selber könnten sich nun aufgrund der von ihnen geforderten Prozesse mit Hilfe dieser Artikel verstärkt damit auseinandersetzen und damit vielleicht ein Gelingen der Möglichkeiten hier in unserem Lande schneller erreichen. Ich empfinde es außerdem als sehr sinnvoll, dass dieses Magazin mehrsprachig gehalten ist, so gibt es keine Einschränkungen, und der Zugang der Aussagen dieser Abfassungen ist also auch für die Menschen erreichbar, die der deutschen Sprache noch nicht so mächtig sind. Ich selber bin mit meiner Familie sehr befreundet mit einem jungen Afghanen, der aber seinen Fingerabdruck in Rumänien hinterlassen musste. Die Erlebnisse dort waren für ihn nicht ermutigend, so dass er seit 2015 nun hier ist. Eine ganz und gar bedrückende, zermürbende Zeit, die er bis vor wenigen Tagen seit seiner Ankunft hier bei uns erleben musste, schloss sich an, weil er aufgrund des Dublin-Abkommens keine Anerkennung finden konnte. Eine Zeit der häufigen Verzweiflung und Angst, wieder „abgeschoben“ zu werden nach Rumänien (nach Afghanistan darf er nicht mehr), waren sein Alltag, bis ihn Herr Senator Geisel nun vor wenigen Tagen von seiner Pein erlöste. Herr Rahimi erhält für die nächste Zukunft eine Aufenthaltserlaubnis, natürlich gekoppelt an das Gelingen der Schulbildung und späteren Berufstätigkeit. Für diese Chance, ein Leben in Sicherheit zu bekommen und der Möglichkeit, sich entwickeln zu dürfen, danken „mein Schützling“ und wir als Familie sehr. Ebenso bedanken wir uns herzlich für Ihre tolle Redaktionsarbeit und wünschen dafür weiterhin viel Erfolg. Ihre übrigen Hefte habe ich mir auch schon besorgt und schließe mit freundlichen Grüßen!“

Ingeborg Seifert

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