Workshop: Alltagsrassismus in Deutschland

Relevanz von postkolonialen und anti-rassistischen Perspektiven

 

Zeit: 16. September 2020 von 16 bis 19 Uhr

Ort: DRK Berlin Südwest gGmbH,
Düppelstr. 36, 12163 Berlin (S+U Rathaus Steglitz), 4. OG, Raum 403

Anmeldung: mail@kulturtuer.net

Teilnahme: kostenfrei!

Veranstalter: kulturTÜR, DRK Berlin Südwest gGmbH

Kooperation: Berliner Demokratietag, Berlin.Macht.Demokratie, mr

Deutschland ist eine plurale und postmigrantische Gesellschaft. Diskriminierungs- und rassismuskritische Perspektiven werden in unterschiedlichen Kontexten der Gesellschaft immer mehr diskutiert. Was die Thematisierung von Rassismus betrifft, sind wir allerdings im Alltag mit Realitäten konfrontiert, die die Diversität der deutschen Migrationsgesellschaft als Problem darstellen und das Leben von in Deutschland lebenden Black, Indigenous und People of Color (BIPoC) gefährden. Beispielsweise haben die gewaltvollen Anschläge von Halle und Hanau gezeigt, wie Rassismus die demokratische Basis der Gesellschaft bedroht und vor allem bestimmte Gruppen, die permanent als ,,Fremde“ konstruiert werden, betrifft. Das Erstarken rechtspopulistischer Bewegungen in europäischen Gesellschaften führt auch in Deutschland zu einer Normverschiebung und erzeugt politische Spannungen, die sich in Polarisierung der öffentlichen Meinung und Wahrnehmung widerspiegeln.

Gemeinsam mit dem Referenten Robel Afeworki Abay möchten wir historische und aktuelle Beispiele für Diskriminierungsstrukturen und die ideologische und strukturelle Reproduktion von Rassismus in Deutschland diskutieren. Zudem wollen wir konkrete Handlungsstrategien gegen Alltagsrassismus erarbeiten. Wir laden Menschen ein, die von Rassismus betroffen sind. Auch weiße und nicht von Rassismus betroffene Menschen sind herzlich eingeladen.

 

Robel Afeworki Abay forscht am Institut für Rehabilitationswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin zu Teilhabe- und Verwirklichungschancen von People of Color (PoC).

 

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