Was leistet die kulturTÜR eigentlich?

Foto: Hareth Almukdad

In der ersten Berliner Haushaltsplanung für die Jahre 2022/23, über die im Frühjahr 2021 diskutiert wurde, war der Integrationsfond nicht mehr vorgesehen. Das hätte einen Wegfall der Förderung für viele Projekte bedeutet, auch für die kulturTÜR. Anlass genug, einmal darzustellen, was die kulturTÜR so alles leistet: 

Ziele

Als mehrsprachiges Magazin ermöglicht die kulturTÜR Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte, ihre Gefühle, Erlebnisse und Gedanken auszudrücken, diese in gedruckter und digitaler Form zu veröffentlichen, und somit für gesellschaftlichen Austausch sorgen und mehr Verständnis für die gegenseitigen Belange zu erwirken. 

Reichweite

  • 50 aktive Mitmachende (mit und ohne Flucht- und Migrationsgeschichte, Männer und Frauen, jüngere und ältere Menschen unterschiedlichen Hintergrunds) 
  • Jährlich vier Ausgaben des Magazins (je 1.000 bis 2.500 Exemplare), derzeit coronabedingt als Doppelausgabe
  • Verteilung des Magazins in öffentlichen Einrichtungen des Stadtbezirks Steglitz-Zehlendorf (Bibliotheken, Bürgerämter, Nachbarschafts- und Sprachcafés sowie Gemeinschaftsunterkünfte) und in anderen Berliner Bezirken.
  • Zielgruppenerreichung über Bezirk und Stadt hinaus durch Veröffentlichungen von Beiträgen auf der Webseite www.kulturtuer.net und in sozialen Netzwerken, auch in mehreren Sprachen (Arabisch, Farsi und Tigrinya) 
  • Ausweitung der Zielgruppen durch die Entwicklung weiterer Formate wie
    – den 
    Video-Podcast kulturTUBE mit Informationen zu aktuellen Corona-Regelungen auf Arabisch und Farsi
    – den kulturTÜR-Salon zum monatlichen Austausch über wichtige gesellschaftliche Themen mit Leser*innen (derzeit online) in Zusammenarbeit mit dem Stadtteilzentrum Villa Mittelhof e. V.

Wirkung

  • Die direkte Begegnung und der Dialog zwischen Einheimischen und Zugewanderten erfolgt im wertschätzenden Miteinander. Das ermöglicht, wechselseitige Lernerfahrungen zu machen.
  • Der Austausch über relevante Themen und Probleme des Zusammenlebens eröffnet verschiedene Blickwinkel auf gemeinsame Themen. Das führt zu einem größeren Verständnis für die gegenseitigen Belange und fördert das Zusammenleben.
  • Die Beschäftigung mit gesamtgesellschaftlichen Fragestellungen und die gelebte Partizipation führt zu mehr Selbstverantwortung und regt zur Selbstwirksamkeit an.
  • Als Sprachrohr zur Darstellung eigener Anliegen bietet die kulturTÜR weit über den Bezirk hinaus in der deutschen Medienlandschaft ein einmaliges Forum für direkten und indirekten Austausch und wirkt mit mehrsprachigen Beiträgen in die gesamte Stadtgesellschaft hinein.
Geschrieben von
Mehr von Rita Zobel

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